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Über 50 Feuerwehrleute üben Vegetationsbrandbekämpfung in Hemmelsdorf

18.08.2026 Feuerwehrleben

Mehr als 50 Feuerwehrleute trainierten in Hemmelsdorf die Vegetationsbrandbekämpfung – mit Atemschutz, D-Schläuchen, Wasserwerfern, Drohnen und „Pump and Roll“. Ein praxisnaher Übungstag bei sommerlichen Temperaturen.

Während andere die Sonne am Strand genießen, schwitzen die Kameraden im Einsatz

Mehr als 50 Feuerwehrleute nutzten die Gelegenheit, an der Übung zur Vegetationsbrandbekämpfung in Timmendorfer Strand, Ortsteil Hemmelsdorf, teilzunehmen. Bereits zum zweiten Mal richteten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hemmelsdorf eine Übung dieser Art aus.

Die Gäste wurden zunächst mit den Besonderheiten des Ortes vertraut gemacht: Geschichten rund um die Hemmelsdorfer Förde bzw. dem Hemmelsdorfer See sowie die herausfordernde Verkehrssituation auf der Landstraße L 181 im Sommer standen auf dem Programm.

Theorie am Morgen, Praxis im Feld

Gestärkt durch ein gutes Frühstück folgte eine kurze Schulung zu den Grundlagen der Vegetationsbrandbekämpfung: notwendiger Atemschutz, Einsatzmöglichkeiten der Brandbekämpfung sowie der Umgang mit Feuerpatschen, Löschrucksäcken und D-Schläuchen. Deren geringerer Durchmesser von 25 mm bedeutet weniger Wasser im Schlauch und ermöglicht dadurch ein schnelleres und weniger kräftezehrendes Vorgehen – im Vergleich zum Standard-C-Schlauch (42 mm) oder B-Schlauch (75 mm).

Nach dem Aufsitzen verlegte die Kolonne ins Übungsgebiet. Dort wurde vermittelt, wie ein Feuer effektiv bekämpft werden kann: der Einsatz von Wasserwerfern, das Vorgehen mit Schläuchen u.a. direkt vom fahrenden Löschfahrzeug aus, auch als „Pump and Roll" bezeichnet. Zusätzlich übten die Teilnehmenden das Zusammenspiel zwischen Drohnen – mit Real- und Wärmebild – und den vorgehenden Trupps beziehungsweise dem Wasserwerfer.

Glücklich, aber kaputt

Am Ende war man sich einig: glücklich, aber kaputt. Denn bei den sommerlichen Temperaturen ist das Arbeiten in der Schutzkleidung äußerst belastend und zehrt an den Kräften. Schon jetzt reift die Idee für eine vergleichbare Übung im kommenden Jahr – dann allerdings etwas früher im Jahr, da durch die Fruchtfolge auf der Fläche Getreide gesät wird, das bereits im Juli geerntet wird.

Breite Unterstützung aus der Region

An der Übung beteiligten sich Feuerwehren aus Groß Timmendorf, Timmendorfer Strand, Ratzeburg, Altengörs, Itzstedt, Nusse und Sierksrade sowie die ausrichtende Wehr aus Hemmelsdorf. Ergänzt wurde die Übung durch die Drohnengruppe der Feuerwehr Timmendorfer Strand sowie den Malteser Hilfsdienst.

Ein besonderer Dank geht an Landwirt Severin von Rumohr, der unkompliziert seine Koppel zur Verfügung stellte, sowie an den Ostsee Obsthof (in Hemmelsdorf an der L181) für die großzügige Obstspende für alle Teilnehmenden.

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